Im September haben wir im Pfarrverband St. Josef dem „Buch der Bücher“, wie die Bibel auch des öfteren genannt wird, 10 Tage gewidmet ...

Die Bibel, heilige Schrift, altes und neues Testament, erstes und zweites Testament erzählt die Geschichte von Gott mit den Menschen.
Somit ist die Bibel gefüllt mit Lebensgeschichten und sie lädt ein – diese Lebensgeschichten weiterzuschreiben.

- Wann lese ich in der Bibel?
- Wann höre ich Texte aus der Bibel?
- Gibt es ein Lieblingsbuch (Psalmen. Jesaja, Johannesevangelium, ...)  oder Lieblingsstelle?
- Wie lese ich die Bibel – laut, leise, meditativ, alleine oder in Gemeinschaft, …?

In den nächsten Wochen finden Sie hier immer wieder Anregungen sich NEU mit dem Buch der Bücher auseinanderzusetzen
Anregungen und Impulse zusammengestellt von PAss Sabine Latzenhofer

Einladen möchte ich am Beginn, das Markusevangelium aufzuschlagen.
Dieses Evangelium wird uns im neuen Kirchenjahr (ab den 1. Adventsonntag) begleiten. Es ist auch das Älteste – verfasst ca. 70 n. Christus.
- Ich lade ein das Markusevangelium durchzulesen – begegnen werden bekannte, aber vielleicht auch unbekannte Abschnitte. Fragen, Lichtblicke, neue Sichtweisen, … vielleicht notieren.
- Ich lade uns ein – die Bibel, das Wort Gottes bewusst zu hören, bewusst zu lesen und bewusst zu leben. Die eigene Beziehung zur Bibel „neu“ erfahren.

Egbert Ballhorn, röm. kath. Theologe aus Deutschland, schreibt dies über seine Beziehung zur Bibel – vielleicht ist das auch ein Gedankenanstoß zu eigenen Überlegungen
Sie ist, wie sie ist.
Manchmal schweigt sie tagelang und plötzlich kommt ein Satz, der mich trifft. Hat sie dabei zu mir hingeschaut? Wie oft setzt sie ihren eigenen Kopf durch! Sie ist so eigensinnig, aber voller Charme. Wenn sie lacht, steht die Zeit still, Und wenn sie weint, zerreißt es mir das Herz.
Aber sie kann auch trösten, mit einer feinen Geste, mit wenigen Worten.
Sie hat ein Gesicht, das man so schnell nicht vergisst. Die vielen Falten erzählen ihre Geschichte. Mag sie auch alt sein, sie denkt modern.
Sie hat keine Lust, sich beeinflussen zu lassen. Sie kennt Gott und die Welt. Wie ein Wasserfall kann sie reden. Nicht immer mag ich zuhören. Manchmal will sie nur, dass ich bei ihr bleibe. Dann brauche ich viel Geduld und Zeit. Besonders, wenn sie nur in der Vergangenheit kramt. Aber sie hat auch Geduld mit mir – und immer Zeit.
Mein ganzes Leben kennen wir uns schon.
Doch wenn sie zornig wird, dann möchte ich nicht schuld sein. In diesem Zornesregen stehen.
Und gerade dafür liebe ich sie, dass sie so verletzlich ist, empfindlich für alles Leid der Welt.
Und dass sie diesen unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn hat.
Selten antwortet sie, wenn ich frage. Das irritiert mich oft.
Aber irgendwie schafft sie es immer, auf das zurückzukommen, was mit wichtig ist.
Sie ist eine ganz Besondere.